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Chemical Landmark 2026

Wie vor 100 Jahren in Arosa die Grundlagen fürs Smartphone entstanden

In Arosa hat Erwin Schrödinger den Grundstein zur Quantenphysik und Quantenchemie gelegt und damit Wissenschaft und Gesellschaft revolutioniert. Der Ort wurde nun als historische Stätte der Chemie ausgezeichnet.

Über Weihnachten 1925/26 verbrachte der Physikprofessor der Universität Zürich Erwin Schrödinger seine Ferien in Arosa. Statt seiner Passion fürs Skifahren nachzugehen, habe er sich «von einer schönen Theorie ablenken lassen», wie er gesagt haben soll. Diese Ablenkung hat die Welt verändert. Denn hier entwickelte er die sogenannte Schrödinger-Gleichung.

Am 27. Januar 1926 reichte Schrödinger bei der Fachzeitschrift «Annalen der Physik» seine Publikation mit dem Titel «Quantisierung als Eigenwertproblem» ein. Sie gilt heute als eine der zehn wichtigsten Publikationen der Physik. Drei weitere Artikel folgten. Darin präsentierte er seine Überlegungen zur Wellenmechanik und stellte seine Gleichung vor. Sie beschreibt das Wellenverhalten von Elektronen und macht berechenbar, wie sie sich in Atomen und Molekülen verteilen.

  • Erwin Schrödinger (1887-1961)
  • Portraitfoto von Erwin Schrödinger
  • Arosa, Teilansicht. Gegend in Äusser-Arosa an unten Poststrasse und oben Sonnenbergstrasse, Blick nach Norden; ganz links: Sanatorium Villa Montana, Poststrasse 185, 1907 gebaut, links oben: Sanatorium Villa Dr. Herwig, Sonnenbergstrasse, links über Mitte: Villa Frisia, wo sich Erwin Schrödinger zur Kur aufhielt. Poststempel 22.1.1917.
  • Postkarte mit Arosa Motiv aus den Sammlungen von Schrödinger / March / Braunizer.
  • Erwin Schrödinger (1887-1961)Bild: Universität Wien, Österreichische Zentralbibliothek für Physik, Teilnachlass Erwin Schrödinger / Sammlung Irmgard Bertel, Signatur F94-1521/4
  • Portraitfoto von Erwin SchrödingerBild: Universität Wien, Österreichische Zentralbibliothek für Physik, Teilnachlass Erwin Schrödinger / Sammlung Irmgard Bertel, Signatur F94-150.2/4
  • Arosa, Teilansicht. Gegend in Äusser-Arosa an unten Poststrasse und oben Sonnenbergstrasse, Blick nach Norden; ganz links: Sanatorium Villa Montana, Poststrasse 185, 1907 gebaut, links oben: Sanatorium Villa Dr. Herwig, Sonnenbergstrasse, links über Mitte: Villa Frisia, wo sich Erwin Schrödinger zur Kur aufhielt. Poststempel 22.1.1917.Bild: ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv / Fel_013102-RE3/4
  • Postkarte mit Arosa Motiv aus den Sammlungen von Schrödinger / March / Braunizer.Bild: Brenner Forum together with Brenner-Archiv.4/4
  • Erwin Schrödinger (1887-1961)
  • Portraitfoto von Erwin Schrödinger
  • Arosa, Teilansicht. Gegend in Äusser-Arosa an unten Poststrasse und oben Sonnenbergstrasse, Blick nach Norden; ganz links: Sanatorium Villa Montana, Poststrasse 185, 1907 gebaut, links oben: Sanatorium Villa Dr. Herwig, Sonnenbergstrasse, links über Mitte: Villa Frisia, wo sich Erwin Schrödinger zur Kur aufhielt. Poststempel 22.1.1917.
  • Postkarte mit Arosa Motiv aus den Sammlungen von Schrödinger / March / Braunizer.
Erwin Schrödinger (1887-1961)Bild: Universität Wien, Österreichische Zentralbibliothek für Physik, Teilnachlass Erwin Schrödinger / Sammlung Irmgard Bertel, Signatur F94-1521/4

Ohne Quantentheorie keine Computer

Was unspektakulär tönt, hat Wissenschaft und Gesellschaft revolutioniert. Die Gleichung bildet das mathematische Fundament der Quantenphysik und -chemie. Sie erklärt, wie Atome und Moleküle aufgebaut sind und miteinander reagieren. Ohne sie könnten wir viele chemische Phänomene nicht verstehen und berechnen. Ohne sie gäbe es die heutigen Transistor-Computer nicht, keine Solarzellen, kein GPS und keine Smartphones. Diese Technologien basieren auf chemischen Eigenschaften und Reaktionen.

Unabhängig von Schrödinger und zur gleichen Zeit, wie dieser an seiner Gleichung tüftelte, entwickelte der deutsche Physiker Werner Heisenberg die sogenannte Matrixmechanik. Wie sich rasch zeigte, sind beide Formulierungen mathematisch äquivalent. In der Chemie hat sich Schrödingers Ansatz durchgesetzt. 1933 erhielt er für seine Arbeit den Nobelpreis.

Arosa mit Chemical Landmark ausgezeichnet

Um diese wissenschaftliche Leistung und deren gesellschaftliche Bedeutung zu ehren, hat die Akademie der Naturwissenschaften Schweiz (SCNAT) Arosa nun ein Chemical Landmark verliehen. Mit diesem Preis zeichnet die SCNAT Wirkungsstätten in der Schweiz aus, die für die Chemie historisch bedeutend sind.

  • Jean-Marc Piveteau, Präsident der SCNAT, begrüsst die Gäste zur Feier
  • Caspar Hirschi (HSG) moderiert den Anlass
  • Magdalena Gronau (Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung, Berlin) und Martin Gronau (Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung, Berlin) geben Einblicke zu “Erwin Schrödinger – Physiker jenseits der Konventionen”
  • Andrea Hofmann (Universität Basel) erklärt, wo “Quantenmechanik im Alltag” vorkommt
  • Fabian von Rohr (Universität Genf) erläutert “Von Wellenfunktionen zu Molekülen und Materialien – wie Schrödinger die Chemie veränderte”
  • Jean-Marc Piveteau, Präsident der SCNAT, begrüsst die Gäste zur FeierBild: Andres Jordi1/5
  • Caspar Hirschi (HSG) moderiert den AnlassBild: Andres Jordi2/5
  • Magdalena Gronau (Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung, Berlin) und Martin Gronau (Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung, Berlin) geben Einblicke zu “Erwin Schrödinger – Physiker jenseits der Konventionen”Bild: Andres Jordi3/5
  • Andrea Hofmann (Universität Basel) erklärt, wo “Quantenmechanik im Alltag” vorkommtBild: Andres Jordi4/5
  • Fabian von Rohr (Universität Genf) erläutert “Von Wellenfunktionen zu Molekülen und Materialien – wie Schrödinger die Chemie veränderte”Bild: Andres Jordi5/5
  • Jean-Marc Piveteau, Präsident der SCNAT, begrüsst die Gäste zur Feier
  • Caspar Hirschi (HSG) moderiert den Anlass
  • Magdalena Gronau (Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung, Berlin) und Martin Gronau (Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung, Berlin) geben Einblicke zu “Erwin Schrödinger – Physiker jenseits der Konventionen”
  • Andrea Hofmann (Universität Basel) erklärt, wo “Quantenmechanik im Alltag” vorkommt
  • Fabian von Rohr (Universität Genf) erläutert “Von Wellenfunktionen zu Molekülen und Materialien – wie Schrödinger die Chemie veränderte”
Jean-Marc Piveteau, Präsident der SCNAT, begrüsst die Gäste zur FeierBild: Andres Jordi1/5

Preisverleihungszeremonie

Die feierliche Preisverleihung fand am 11. Januar 2026 im Rahmen eines öffentlichen Symposiums im Hotel Blatter's mit anschliessender Enthüllung der Gedenktafel am Haus «Panarosa» an Sonnenbergstrasse 14 in Arosa statt. Vor genau 100 Jahren hat Erwin Schrödinger hier in den Weihnachtsferien die nach ihm benannte Gleichung als eine Grundlage der Quantenmechanik erarbeitet.

  • Nach einem Spaziergang zum Haus “Panarosa” an der Sonnenbergstrasse 14 und Laudatio durch Christian Bochet (Universität Fribourg), Jean-Marc Piveteau (SCNAT), Yvonne Altmann (Gemeindepräsidentin Arosa) und Ingo Schlösser (Direktor Tschuggen Grand Hotel) wird die Gedenktafel feierlich enthüllt.
  • Chemical Landmark 2026 geht an Arosa.
  • Christian Bochet, Hans Herwig, Martin Quack
  • Apéro vor inspirierender Bergkulisse
  • Nach einem Spaziergang zum Haus “Panarosa” an der Sonnenbergstrasse 14 und Laudatio durch Christian Bochet (Universität Fribourg), Jean-Marc Piveteau (SCNAT), Yvonne Altmann (Gemeindepräsidentin Arosa) und Ingo Schlösser (Direktor Tschuggen Grand Hotel) wird die Gedenktafel feierlich enthüllt.Bild: Andres Jordi1/4
  • Chemical Landmark 2026 geht an Arosa.Bild: Andres Jordi2/4
  • Christian Bochet, Hans Herwig, Martin QuackBild: Andres Jordi3/4
  • Apéro vor inspirierender BergkulisseBild: Andres Jordi4/4
  • Nach einem Spaziergang zum Haus “Panarosa” an der Sonnenbergstrasse 14 und Laudatio durch Christian Bochet (Universität Fribourg), Jean-Marc Piveteau (SCNAT), Yvonne Altmann (Gemeindepräsidentin Arosa) und Ingo Schlösser (Direktor Tschuggen Grand Hotel) wird die Gedenktafel feierlich enthüllt.
  • Chemical Landmark 2026 geht an Arosa.
  • Christian Bochet, Hans Herwig, Martin Quack
  • Apéro vor inspirierender Bergkulisse
Nach einem Spaziergang zum Haus “Panarosa” an der Sonnenbergstrasse 14 und Laudatio durch Christian Bochet (Universität Fribourg), Jean-Marc Piveteau (SCNAT), Yvonne Altmann (Gemeindepräsidentin Arosa) und Ingo Schlösser (Direktor Tschuggen Grand Hotel) wird die Gedenktafel feierlich enthüllt.Bild: Andres Jordi1/4
This is where it happened.
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